„Was will Niyazi in der Naunynstrasse?“

Berlin-Kreuzberg, Ballhaus Naunynstrasse, Postmigranten-Theater unter der Leitung von Shermin Langhoff.

Vom 31.8. bis 31.10.2011 wurde hier die Theaterreihe „Almanci – 50 Jahre Scheinehe“ aufgeführt.

Quer über die Naunynstrasse hängt ein Transparent: „Die Naunynstrasse ohne Türken wäre zwar noch die Naunynstrasse aber in ihren alten Tagen ohne neuen Anfang. aus: Aras Oeren: „Was will Niyazi in der Naunynstrasse?“, 1973″

Aras Ören, geb. 1. November 1939 in Istanbul) ist ein in Deutschland lebender türkischstämmiger Schriftsteller, Journalist und Schauspieler.

Aras Ören zog 1969 nach Deutschland und schrieb bereits 1973 sein Langzeitpoem über eine der ältesten Migrationsstraßen Deutschlands – „Was will Niyazi in der Naunynstrasse?: „Ein verrückter Wind eines Tages / wirbelte den Schnurrbart eines Türken / und der Türke rannte hinter seinem Schnurrbart / her und fand sich in der Naunynstraße.“

Der Verbrecher-Verlag hat das Werk nun zu Aras Örens 80. Geburtstag am 1. November neu aufgelegt.

Künstler des unter dem Label „junges post­mi­gran­tisches Theater“ wiedereröffneten Ballhaus Naunynstraße brachten das Poem performativ auf die Naunynstraße in Kreuzberg.

© B.Sauer-Diete/bsdphoto