Ethnologisches Museum Berlin – Abteilung Ozeanien mit den Südseebooten

Ethnologisches Museum Berlin, Abteilung Ozeanien. 

Die ersten sechs Fotos stammen von 2009. Auf den weiteren Fotos ist zu sehen: Der Letzte Öffnungstag des Ozeanien-Saals am 10. Januar 2016. Das Ethnologische Museum Berlin schloss Anfang 2016 nach und nach seine Abteilungen und bereitet sich drei Jahre für den Abbau und die Verpackung für den Umzug der Museumssammlungen in das Humboldt-Forum am Schloßplatz vor, dessen Eröffnung für 2019 geplant ist.

Am 29. Mai 2018 kam endlich das erste Südseeboot aus Dahlem im Humboldt Forum an. Das größte Südseeboot des Museums (siehe großes Foto) kam in einer 16 Meter langen Kiste im Humboldtforum an und wurde mit einem Kran ins 1. OG gehievt.

Das hochseetüchtige Boot aus geschnitztem und rot und weiß bemaltem Holz, mit zwei Masten und Segeln aus geflochtenen Palmblattstreifen, auf dem bis zu 50 Mann Besatzung Platz gehabt hatten, stammt von der Südseeinsel Luf im Bismarck-Archipel, das heute zu Papua-Neuguinea gehört. Es wurde um 1890 gebaut und sollte genutzt werden, um Handel zu treiben oder Krieg zu führen.

Doch dazu kam es nicht, denn die Bevölkerung auf Luf ging so weit zurück, dass es nicht mehr genug Männer gab, um das Boot zu Wasser zu lassen. Als es 1903 von der deutschen Handelsgesellschaft Hernsheim & Co. gekauft und zunächst nach Hamburg verbracht wurde, gehörte Luf zum sogenannten kaiserlichen Schutzgebiet Deutsch-Neuguinea, war also bis zum Ende des Ersten Weltkrieges eine deutsche Kolonie.

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